Nummer

Das Nummernschema der kkStB und BBÖ:

Lokomotiven
Als 1882 die k.k. Direktion für Staatseisenbahnbetrieb errichtet wurde, entstand das erste Nummernschema.

A: Personenzuglokomotiven
B: Güterzuglokomotiven
S: Sekundärzuglokomotiven
V: Verschublokomotiven

Als zweite und dritte Stelle wurden ein Groß- und ein Kleinbuchstabe hinzugefügt, die die Herkunftsbahn der Lokomotive bezeichneten. Bauartunterschiede wurden durch nachgestellte römische Zahlen gekennzeichnet.

Zum Beispiel:
Eine Güterzuglokomotive der NÖ Staatsbahn, Version 2, hieß: BS I.

Tender
Da Tender getrennt von den Lokomotiven bezeichnet und nummeriert wurden, ersparte man sich eine Umnummerierung, wenn eine Lokomotive mit einem anderen Tender gekuppelt wurde. So hieß der Tender der NÖ Staatsbahn dann z.B. TS I.

Später (ab 1886) entwickelte man ein System nur aus Nummern:

  • 1–9:      Eilzuglokomotiven
  • 10–29: Personenzuglokomotiven
  • 30–68: Güterzuglokomotiven mit drei gekuppelten Achsen
  • 69:         Zahnradlokomotiven (erst ab 1889)
  • 70–79: Güterzuglokomotiven mit vier gekuppelten Achsen
  • 80–89: Sekundärzuglokomotiven mit zwei gekuppelten Achsen
  • 90–99: Sekundärzuglokomotiven mit drei gekuppelten Achsen

Tender:
1–9: Tender mit zwei Achsen
10–29: Tender mit drei Achsen und mit bis 10 m³ Wasser
30–49: Tender mit drei Achsen und mit mehr 10 m³ Wasser

Ab 1905
1–30: Schnell- und Personenzuglokomotiven
31–67: Güterzuglokomotiven mit drei gekuppelten Achsen
68–69: Zahnradlokomotiven
70–79: Güterzuglokomotiven mit vier gekuppelten Achsen
80–82: Güterzuglokomotiven mit fünf gekuppelten Achsen
83–89: leichte Lokomotiven mit zwei gekuppelten Achsen
90–99: leichte Lokomotiven mit drei gekuppelten Achsen

Auch hier gab es noch nachträgliche Änderungen. So wurden Index-Ziffern eingeführt, die der Ordnungsnummer vorangestellt wurden.
100: Verbundtriebwerk
300: Brotankessel
500: Dampftrockner
900: Heißdampf-Zwilling

Tender
1–9: Tender mit zwei Achsen
10–79: Tender mit drei Achsen
80–99: Tender mit vier Achsen

1914 schließlich wurden vierstellige Ordnungsnummern erlaubt.

Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Reihenschema_der_kkStB_und_BB%C3%96


Danach wurde die BBÖ in die Deutsche Reichsbahn eingegliedert.

ÖBB-Schema nach 1953

Die folgenden Anfangsziffern bestimmen die Lok:
o – Dampflokomotiven (führende Nullen werden nicht angeschrieben)
1 – Elektrolokomotiven
2 – Diesellokomotiven
3 – Dampftriebwagen
4 – Elektrotriebwagen
5 – Dieseltriebwagen
6 – Steuerwagen zu Triebwagen
7 – Zwischenwagen zu Triebwagen, Triebwagenanhänger
8 – Dieseltriebwagen (erst seit 1994)
9- Tender

Dampfloks
Die Zehner- und Einerstellen sehen folgendermaßen aus:
01-39: Schnell- und Personenzuglokomotiven mit Tender
40-59: Güterzuglokomotiven mit Tender
60-79: Schnell- und Personenzuglokomotiven ohne Tender
80-96: Güterzuglokomotiven ohne Tender
97:        Zahnradlokomotiven
98-99: Schmalspurlokomotiven

Es wurden auch 100er-Stellen eingeführt, die die Herkunft der Fahrzeuge bestimmen:
0-5: ehemalige österreichische Bauarten bzw. deutsche Kriegs- und Einheitslokomotiven
6-8: deutsche Länderbahnbauarten
9:     sonstige Bauarten aus dem Ausland

Elektrolokomotiven
Bei den E-Loks haben die 10er- und 1erstellen folgende Bedeutung:
01-19: schnellfahrende Lokomotiven
20-39: schwere Güterzuglokomotiven
40-59: Lokomotiven für den gemischten Dienst
60-69: Verschublokomotiven
70-89: freibleibend (vorläufig durch Altbauloks besetzt)
90-99: Schmalspurloks

Die Hunderterstellen:
0-7: Gleichstrom
8:     Zweisystemfahrzeuge (Gleich- und Wechselstrom)
9:     Wechselstromfahrzeuge

Dieselloks:
10er- und 1erstelle:
01-19: Schnellzugloks über 2000 PS
20-39: Güterzugloks über 2000 PS
40-59: Loks für gemischte Verwendung mit 1000 bis 2000PS
60-64: zweiachsige Loks unter 1000PS
65-67: dreiachsige Loks unter 1000PS
68-69: vierachsige Verschubloks unter 1000PS
70-79: vierachsige Loks unter 1000PS
80-89: Zahnradloks
90-99: Schmalspurloks

Triebwagen:
01-19: Schnelltriebwagen
20-59: Personentriebwagen
60-79: Gepäck- und Gütertriebwagen
80-89: Schienenbusse
90-99: Schmalspurtriebwagen


12-Stellige Fahrzeugnummer seit 2007

Seit dem 1. Jänner 2007 erfolgt die Fahrzeugkennzeichnung nach den Vorschriften des „Anhang P“ der „Technische Spezifikation für die Interoperabilität (TSI) des Teilsystems Verkehrsbetrieb und Verkehrssteuerung“. So besteht sie aus der Ländererkennung (A für Österreich) gefolgt vom Fahrzeughalterzeichen. Dann kommt die 12-stellige Fahrzeugnummer. Nach diesem neuen Schema sieht das folgendermaßen aus:

Tausenderstelle:
0 – Dampflok
1 – E-Lok
2 – Diesellok
3 – bleibt frei
4 – Elektrischer Triebwagen
5 – Dieseltriebwagen
6 – Steuerwagen zu Triebwagen
7 – Zwischen- oder Beiwagen zu Triebwagen
8 – Tender zu Dampflok
9 – Sonderfahrzeuge

Hunderterstelle E-Lok und -Triebwagen:
0-6: Einsystemfahrzeuge Wechselstrom
7:      Mehrsystemfahrzeuge Wechselstrom
8:      Mehrsystemfahrzeuge ~- und =-Strom
9:      Einsystemfahrzeuge Gleichstrom

Hunderterstelle D-Lok:
0-8: Vollbahnfahrzeuge
9:      Werkbahnfahrzeug

10er- und 1er-Stellen E-Loks:
00-19: Vmax größer als 160km/h
20-39: bleibt frei
40-59: Vmax bis 160km/h
69-69: Verschubloks
70-89: bleibt frei
90-99: Schmalspurlokomotiven

10er- und 1er-stelle  D-Loks:
00-19: Personenzugloks, mehr als 1500kW
20-39: Güterzugloks, mehr als 1500kW
40-59: 750-1500kW
60-79: weniger als 750kW
80-89: bleibt frei
90-99: Schmalspur

Zehner- und Einerstelle Triebwagen:
00-19: mehr als 160km/h
20-89: weniger als 160km/h
90-99: Schmalspur

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